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12.05.2013

Nahwärmenetz Herlazhofen als attraktive Geldanlage

Auf einer gut besuchten Bürgerversammlung hat die Energiegenossenschaft Herlazhofen das geplante Nahwärme-Projekt vorgestellt.

In seinem Grußwort lobte OB Henle, dass das Herlazhofer Projekt nicht nur dem Klima- und Ressourcenschutz diene (es werden 280.000 Liter Heizöl jährlich eingespart), sondern auch der regionalen Förderung, weil es eine Wertschöpfung vor Ort gebe. Es stelle auch eine Form der Altersvorsorge dar, da die Teilnehmer in Zukunft mit einem stabilen Energiepreis kalkulieren können. Ortsvorsteher Alois Peter betonte, dass das Projekt gut in das Konzept der „Nachhaltigen Stadt Leutkirch" passe und lobte das Engagement der Gründungsmitglieder. Anschließend stellte er den Versammelten die Aufsichtsratsmitglieder und den Vorstand der Energiegenossenschaft Herlazhofen vor.

Die Vorstandsmitglieder Wolfgang Thaler und Dr. Gerhard Stricker erläuterten die Satzung der Genossenschaft und den ausgearbeiteten Wärmeliefervertrag. Die Anschlusskosten an das Nahwärmenetz liegen je nach Lage und Größe des Gebäudes um die 10.000 Euro, die jeder Teilnehmer selbst aufbringen muss, aber auch günstig finanzieren kann. Der Energiepreis beträgt 6,6 Cent pro Kilowattstunde. Hinzu kommen noch ein Grundpreis und ein Servicepreis, die für ein normales Gebäude bei je ca. 330 Euro liegen. Dafür entfallen aber Kosten für Wartung und Schornsteinfeger. Der überwiegende Teil des Energiepreises dient der Abzahlung des Leitungsnetzes. Daher wird der Preis in den nächsten Jahren ziemlich stabil bleiben.

Die Herlazhofer haben jetzt bis Mitte Juni Zeit, die Wärmelieferverträge bei der Genossenschaft abzugeben. Dann wird sich je nach Teilnehmerzahl entscheiden, welchen Umfang das Leitungsnetz haben wird. Bis Ende des Jahres sollen die Planungen und Auftragsvergabe abgeschlossen werden, Baubeginn ist im Frühjahr 2014, die Inbetriebnahme der Anlage soll Ende August nächsten Jahres erfolgen.

Die Investitionssumme des Projekts beträgt knapp über zwei Millionen Euro. Ca. 900.000 Euro für das Leitungsnetz müssen von der Energiegenossenschaft finanziert werden. Sie sollen zu einem Teil über einen Bankenkredit, der Großteil aber von privaten Geldgebern über Nachrangdarlehen finanziert werden. Hier dürfen sich die Bürger angesprochen fühlen, denn Darlehensgeber dürfen ca. 3 Prozent Zinsen erwarten, was in der heutigen Zeit eine interessante Rendite darstellt. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre, wobei vorzeitige Tilgungen möglich sind. Da die Zuschüsse noch nicht zu Baubeginn fließen, benötigt die Genossenschaft ebenfalls einen Überbrückungskredit über ca. ein Jahr zum gleichen Zinssatz.

Wer sich für diese kurzfristige oder langfristige Form der Geldanlage interessiert oder sich an das Nahwärmenetz anschließen möchte, wendet sich bitte an die Vorstände Wolfgang Thaler (Tel. 01520 4793716) oder Gerhard Stricker (Tel. 07561 5406).


Klaus Wellmann

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